Carmens Art Kunst neu erleben

17Nov/11Off

Es sind die alltaeglichen Dinge…

Um Euch einen kleinen Eindruck zu geben, zeige ich hier einige meiner Skizzen. Es sind alles Entwürfe, Sinneseindrücke und Momentaufnahmen. Ich habe versucht nicht nach einem Motiv zu suchen, sondern einfach zu Malen was mir vor die Nase bzw. Augen kommt, das Alltägliche. Diese Dinge sind erstaunlich interessant, hat man sie einmal auf´s Papier gebracht. Sie lassen eine Menge Spielraum für neue Ideen...

18Okt/11Off

Mal- und Sprachreise Spanien

¡Hola y bienvenidos!

Spanien, ein Land so nah an Unserem und doch eine andere Welt. Ich bin unterwegs zur Mal- und Sprachreise in Alicante und Umgebung. Nun bin ich seit 2 Wochen hier und habe mich super in meiner Gastfamilie eingelebt. Eine gewisse Routine brauche ich zum Malen oder Zeichen schließlich auch, ich muss wissen: Wann kann ich ungestört arbeiten? Wo sind schöne Orte zum Zeichnen? Welche Materialien muss ich mitnehmen? Und, und, und…

Jeder Tag ist noch voller Entdeckungen, meine Sinne werden nicht nur vom schönen Wetter sondern auch von anderen Farben, Menschen und einer anderen Lebensweise beeindruckt. Beobachtet man hier die Menschen und die Natur fällt einem schnell auf, dass vieles nicht so ist wie in Deutschland. Zum Beispiel war ich auf einem „Mercadillo“ einem Flohmarkt in einem kleinen Dorf. Im Grunde das Gleiche wie bei uns, doch die Spanier legen eine Gelassenheit an der Tag, die mich begeistert. Damit meine ich nicht, dass sie langsamer oder sogar weniger Arbeiten, sondern einfach entspannter und ausgeglichener sind. Für viele eine Katastrophe: beim Autofahren auf der Landstraße fahren Leute mit 40 km/h und niemand überholt, alle fahren ruhig hinterher. Es gibt Situationen in denen auch ich mich sehr zügeln muss, aber genau das ist, was das Leben hier ausmacht: man nimmt sich Zeit… Zeit auf dem Weg zur Arbeit die aufgehende Sonne zu genießen und noch seinen Lieblingstrack im Radio zu hören.

Einer meiner Lieblingszenen in der letzten Woche war, eine für die Familie normale Fahrt in die Berge: Wasser holen. An einem kleinen idyllischen Örtchen, bergaufwärts (zum Glück konnten wir mit dem Auto fahren), gab es eine Ausleitung des geschmolzenen Bergwassers. Dieses wurde früher in das angrenzende Waschhaus geleitet. Hier wuschen bis vor 50 Jahren die Frauen der Umgebung ihre Wäsche. Das Waschhaus ist nun geschlossen, so viel Zeit will man sich wohl doch nicht mehr nehmen. :) Aus diesem Ablauf kommt je nach Periode mehr oder weniger Wasser. Wir hatten das Glück, das fast kein Wasser herausplätscherte, da es in den letzten Wochen nicht einen Tag geregnet hatte. Wir holten also unsere 9 leeren Kanister aus dem Auto und füllten jeden mit 8 Litern Wasser, das sollte reichen für die nächsten 2 – 3 Wochen. Irgendwie kurios, statt einen Kanister für 1,20 Euro zu kaufen, saßen wir da nun 30 – 40 Minuten und unterhielten uns über die Familie und wie andere Menschen wohl ihr Wasser beschaffen. Frauen in Afrika oder die Menschen in Südamerika und wie wir in Deutschland einfach unseren Wasserhahn aufdrehen und unser Wasser trinken können. Es setze sich sogar noch ein Pärchen zu uns, die auch Wasser holen wollten, die warteten dann ganz gelassen in der Sonne darauf das wir fertig werden…

Ist das nicht eigentlich Etwas das sich jeder wünscht? Nicht das Wasserholen an sich, sondern die Zeit zu haben, es zu tun wenn man wollte! Ich jedenfalls würde sofort 2 Stunden Arbeit gegen 2 Stunden Wasser holen tauschen :)

Zu diesem Erlebnis musste ich einfach 2 - 3 Skizzen machen und werde diese mit Sicherheit wenn ich zurück bin noch ausarbeiten.

Wasserstelle Spanien 2

Die Wasserstelle - Spanien

Wasserstelle Spanien Kohleskizze

Die Wasserstelle in Spanien 2